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IRONMAN 70.3 BARCELONA
– VORBERICHT –

18 Mai 2019

– Allgemeines

Es ist ein grauer Mittwochnachmittag. Auf dem Plan steht noch einmal eine Zweistundenausfahrt mit dem Zeitfahrrad. Nichts ahnend fahre ich über die Landstraßen des Jenaer Umlands, als mich ein schwarzer Kombi überholt.

dWenige Augenblicke später bog ich in die nächste Ortschaft ein und erahne in der Ferne das selbe Fahrzeug. Es steigt eine Frau mittleren Alters aus und ruft mir grinsend zu: „Das ging jetzt aber flott!“ Ein gutes Omen?
Es steht mein erstes Rennen im Jahr 2019 vor der Tür – endlich möchte ich fast sagen. Denn 2018 blieb es mir fast gänzlich vergönnt Rennen zu bestreiten. Doch wie ich in meinem letzten Blogeintrag schon schrieb, quälen mich nach wie vor Hüftbeschwerden. Beim Radfahren und Schwimmen habe ich keine Probleme. Beim Laufen sind die ersten Meter unerträglich schmerzhaft und nach wenigen Meter weicht  der Schmerz einem undefinierbaren Gefühl.
Was macht man in solch einem Zustand? Die Flüge und die Unterkunft für den anstehenden IRONMAN 70.3 Barcelona sind gebucht, der Urlaub ist eingereicht und beantragt. Warum sollte ich es nicht probieren?
Wenn ich aus der Vergangenheit etwas gelernt habe, dann, dass Wettkämpfe das beste Training darstellen. Erst recht, wenn sie ohnehin schon als fester Vorbereitungsbestandteil geplant waren. Also stehe ich morgen um 07:00 in Barcelona (Calella) am Start. Ich versuche eine kühlen Kopf zu bewahren und bei dem erlesenen Starterfeld mein eigenes Rennen zu bestreiten. Denn mit Bart Arnouts oder David McNamee, dem Zweit- bzw. Drittplatzierten des IRONMAN Hawaii 2018, ist das Feld hochkarätig besetzt. Das Motto ist klar:

 

Thüringer Bratwurst im Glutofen der Großen!

Im Schwimmen fühle ich mich derzeit gut. Daher peile ich für die 1,9km lange Runde im Mittelmeer eine Zeit um die 25min an. Die 90km durch das Hinterland Barcelonas werden mit 1200Höhenmetern anspruchsvoll und daher auch etwas unberechenbar. Sollte zudem noch wie geplant der Regen einsetzen, könnte es ein brenzliges Unterfangen auf dem Zeitfahrrad werden. Eine Zeitprognose abzugeben fällt mir daher äußerst schwierig. Einfach mal draufhalten und gut verpflegen, der Rest passiert von alleine! Der abschließende Lauf an der Strandpromenade Calellas ist eigentlich genau nach meinem Geschmack. Es erwarten mich zwei flache Wendepunktrunden á 10,5km. Wenn die Hüfte allerdings nicht mitspielt, wird es für mich schwer, überhaupt das Ziel zu erreichen. Gibt es widererwartend keine Beschwerden, wäre ich unter den aktuellen Trainingsumständen mit einem vierer Schnitt (4min/km) zufrieden.

Also lasst die Spiele beginnen…


Euer Ali

Ps.: Wer das Rennen live verfolgen will, kann das auf Facebook unter IronmanNow tun.  Der Start erfolgt am Sonntag 19.05.19 um 07:00Uhr.

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